Meine Werke drehen sich immer um das Thema Frau, ihre Silhouette, ihre Körperhaltung, ihre Gestik und die gängigen Schönheitsideale. Für die Umsetzung dieser Rhetorik des Weiblichen verwende ich vornehmlich Schnitt- und Reißtechniken oder übertrage Papierschnitt und Collage auf textile Materialien. Es gibt unsichtbare, rein durch ihre Silhouette definierte Frauen (Collage, „Textile Art“) oder solche mit erst zerstörter und dann neu zusammengesetzter Form („Tissage“, von frz. tisser: weben). Beide Varianten funktionieren nach dem Motto des „Now you see me, now you don’t“, das ein längeres Hinschauen erfordert, um zu entscheiden, was auf dem Bild dargestellt ist. Das Konsumverhalten aber auch das Erwecken von Bedürfnissen nach dem Prinzip des „Must-haves“ wird in den Porzellanstücken karikiert. Die verschiedenen Methoden des Zerteilens und Zusammenfügens habe ich um eine von mir entwickelte Papierschnitttechnik erweitert: Das Resultat sind weibliche Portraits aus dekorativer Spitze, die ich wegen ihres durchbrochenen Charakters als „Dentellage“ ( von frz. dentelle: Spitze) bezeichne. Sozusagen eine moderne Weiterentwicklung der traditionellen Spitzenbilder. Die verschiedenen Papierschichten werden dabei so übereinander platziert, dass sich die verschwindenden Frauen noch ein bisschen mehr auflösen. An meinen Quilts habe ich in der Vergangenheit mit Näherinnen und Quilterinnen aus North Carolina und Deutschland zusammengearbeitet. Für meine Textile Art färbe ich Stoffe und Vintage-Kleidung am liebsten mit Tee und Rost, und werte die Kleider anschließend mit Stickerei und Perlen auf. Die jüngste Serie sind meine Crime Scenes, in denen ich mich mit den leider zunehmenden Femiziden beschäftige. Weitere Abbildungen meiner Werke kann man bei Instagram unter duzasartroom ansehen. |